Rainscapes

At first glance, the colorful arrays of countless water
drops in Fried’s Rainscape photographs appear to be falling galaxies—clusters of dripping light painted on the night sky. On closer inspection one sees that they are actually photographs of pure falling rain.
Fried captures strongly individual patterns of rainfall on large format color film. Rich chromatic variations are revealed by the prismatic effect of light passing through each individual raindrop, evoking a spacious cosmic look. Fried’s large-scale Rainscape photographs exude a quiet replenishing quality that unloads poetically within the viewer.
Paying tribute to that which gives rise to civilizations, or may ultimately lead to their demise, Fried sees freshwater as problematic in the 21st century. Since ancient times, with prayer and ritual—to science and its rituals—humans have wished to influence the weather and, although the collective human pursuit has undoubtedly had profound affects on the ecosystem, we are luckily still unable to control bigger systems such as the weather. Rain still falls freely through the world’s trees and harvesting hands before completing its cycle. However, access to—and usage of—clean water is flowing increasingly into privatized hands, servicing industry more than local needs and downriver ecosystems. Fried’s Rainscapes portray sweet water at its birth and invites us to contemplate its worth, as we become its temporary custodians.

Rainscapes

Auf den ersten Blick erscheinen die Reihen zahlloser bunter Wassertropfen in Frieds “Rainscapes” (Regenlandschaften) wie stürzende Galaxien -Ansammlungen tropfenden Lichtes vor den nächtlichen Himmel gemalt. Erst bei näherer Betrachtung sieht man, dass es sich tatsächlich um Fotografien reinen, fallenden Regens handelt.

Fried bannt die höchst individuellen Muster des Niederschlags auf großformatige Film. Durch den prismatischen Effekt, wenn Licht den einzelnen Regentropfen passiert, entstehen reiche chromatische Variationen und erzeugen einen räumlichen, kosmischen Eindruck. Frieds “Rainscape” – große Fotografien strömen für den Betrachter eine stille, poetische Anmut aus.

Mit dem Blick darauf, was zum Aufstieg von Zivilisationen oder zu ihrem schlussendlichen Niedergang führen mag, sieht Fried Trinkwasser als das Problem des 21. Jahrhunderts. Seit alters her haben Menschen den Wunsch gehegt, das Wetter beeinflussen zu können, durch Gebete und Rituale bis hin zur heutigen Wissenschaft mit ihren Methoden. Und obgleich dieses gemeinsame menschliche Streben zweifellos einen tief greifenden Einfluss auf das Ökosystem hatte, sind wir glücklicherweise immer noch unfähig, größere Systeme wie das Wetter zu steuern. Wasser fällt immer noch frei durch die Bäume dieser Erde und durch die Hände des Landmannes, bevor es seinen Zyklus vollendet. Dennoch liegt die Herrschaft über den Zugang und die Nutzung von frischem Wasser zunehmend bei der privaten Wirtschaft, die der Industrie mehr dient als den lokalen Bedürfnissen und den Ökosystemen flussabwärts. Frieds “Rainscapes” zeigen frisches Wasser bei seinem Entstehen und laden uns ein, über seinen Wert nachzudenken und so für kurze Zeit zu seinem Hüter zu werden.