Ist der Schönheit noch zu trauen?

Wolfgang Schäfer beschäftigt sich mit den Heldinnen der Neuzeit. Covergirls und Top-Mannequins werden zu Ikonen. Er zitiert ihre Abbilder, kombiniert sie mit abstrakten Kompositionen, grafischen Strukturen, farbigen Streifen, Karos, Punkten und Linien. Er benutzt die Erinnerung an Bekanntes und stellt es in ein verschiedenfarbiges Licht.


Die allgemein als schön empfundenen Bildelemente - Mannequins, die Repräsentantinnen des modisch Schönen, Farbkombinationen des wiederum als schön empfundenen Trends - erzeugen beim Betrachter ein Wohlgefühl. Etwas ist doppelt schön. Durch die Potenzierung des modisch Schönen wird gleichzeitig ein neuer Fetisch geschaffen, der jedoch die Frage nach Klischee und Wahrheit stellt.


Der schöne Schein, entstanden aus der Kombination von Abstraktem und Figurativem, fordert den Betrachter auf, sich zu öffnen: Dem potentiell Schönen der abstrakten Komposition.

isa lux